Meine persönliche Reise mit råbowls: Wachstum, Kämpfe und Freundschaft
zur Anpassung gezwungen
Ich bin in Hamburg geboren, aber zwischen den Niederlanden und Brasilien aufgewachsen, an der Kreuzung von Kulturen, Sprachen und Perspektiven. Mein uruguayischer Vater und meine deutsche Mutter haben mir einen ausgeprägten Sinn für Anpassungsfähigkeit und Neugierde eingeimpft - Eigenschaften, die meinen unternehmerischen Weg prägen sollten. Von klein auf wusste ich, dass ich etwas schaffen, innovativ sein und etwas bewirken wollte, das weit über mich hinausging. Aber erst als ich nach Groningen zog, um meinen Master in Marketing zu machen, kristallisierte sich dieser Wunsch heraus.
Während eines Marketing-Praktikums bei HelloFresh wurde mir klar: Der traditionelle Karriereweg war nichts für mich. Die Vorstellung eines Lebens in starren Strukturen, ohne Kreativität und Autonomie, fühlte sich erdrückend an. Ich musste etwas Eigenes aufbauen - etwas, das meinen Werten Gesundheit, Nachhaltigkeit und modernes urbanes Leben entsprach.
Die Geburt von Rå groningen: Eine Vision, die Wirklichkeit wurde
Ich hatte das Glück, Zoë zu haben. Sie und ihre Familie haben uns beim Aufbau und Betrieb des Ladens geholfen.
Skandinaviens Engagement für biologische, gesundheitsbewusste Lebensmittel hat mich dazu inspiriert, eine hochwertige, moderne, pflanzenbasierte Fast-Casual-Marke zu schaffen. Der Name "Rå" war eine natürliche Wahl, denn er symbolisiert rohe, gesunde Zutaten und ist in einem alten skandinavischen Begriff verwurzelt, der "Hüter der Natur" bedeutet. Mit gerade einmal 21 Jahren und ohne Erfahrung im Gastgewerbe wagte ich den Sprung und sicherte mir ein bescheidenes Budget von 35.000 Euro, um den ersten Standort in Groningen zu eröffnen.
Der Aufbau des Ladens von Grund auf war eine intensive Lernkurve. Wir eröffneten ohne eine fertige Speisekarte und arbeiteten im reinen Überlebensmodus. Der Medienrummel und die Begeisterung in der Region sorgten für hohe Anfangsumsätze, aber hinter den Kulissen herrschte Chaos. Da wir kein Geld hatten, um Mitarbeiter einzustellen, musste ich alles selbst in die Hand nehmen - von der Beschaffung der Zutaten bis hin zu Marketing und Buchhaltung. Nach zwei Monaten war unser Bankkonto leer, und unser Biolieferant gab uns den Laufpass. Die Realität des Unternehmertums traf uns hart.
Vor die Wahl gestellt - kämpfen oder aufgeben - entschieden wir uns für den Kampf. Wir sammelten jeden letzten Cent und lösten sogar Pfandflaschen ein, um Gemüse für den nächsten Tag zu kaufen. Unser Tagesablauf war unerbittlich: Aufstehen um 7 Uhr morgens, alles selbst kochen, um 11 Uhr in den Laden eilen, bis 20 Uhr Kunden bedienen, abschließen und um 21 Uhr Feierabend machen. Ich war auf Adrenalin, nahm 10 Kilo ab, während ich ununterbrochen arbeitete und oft vergaß zu essen. Mein Leben drehte sich um Rå.
Dann bedrohte eine unerwartete Herausforderung alles. Unerklärliche Krämpfe führten zu einem plötzlichen Zusammenbruch auf der Straße, und bei mir wurde Epilepsie im Schläfenlappen diagnostiziert. Meine Mutter war entsetzt und drängte mich, mich aus dem Geschäft zurückzuziehen. Aber aufgeben kam nicht in Frage. Stattdessen passte ich mich an und lernte, mit meiner Krankheit umzugehen, während ich gleichzeitig ein immer anspruchsvolleres Geschäft aufbaute. Diese Erfahrung bestärkte mich in einer wichtigen Erkenntnis: Resilienz ist im Unternehmertum ebenso wichtig wie eine Strategie.
Skalierung nach Hamburg: Ein kühner Sprung nach vorn
Während des Aufbaus des Gänsemarktes lud uns Godaddy zu einem Shooting mit Deutschlands nächstem Topmodel ein.
Nach zwei Jahren wusste ich, dass Groningen erst der Anfang war. Hamburg, meine Geburtsstadt, war der ideale nächste Schritt - eine dynamische Stadt, in der gesundheitsbewusste Berufstätige nach besseren Lebensmitteln verlangten. Ich sicherte die Finanzierung und eröffnete unseren Flagship-Store am Gänsemarkt. Doch was wie ein vielversprechender Start aussah, wurde schnell zu einem Kampf gegen die Bürokratie. Die deutschen Behörden legten uns ein Hindernis nach dem anderen in den Weg, von Rechtsstreitigkeiten über die Beschilderung des Ladens bis hin zu endlosen Verzögerungen bei den Genehmigungen. Die Lektion war klar: Großartige Ideen allein führen nicht zum Erfolg - Ausdauer und Anpassungsfähigkeit sind genauso wichtig.
Trotz der Hürden blühte Råbowls auf. Durch strategische Kooperationen mit Influencern, Partnerschaften mit Unternehmen wie WeWork und EDEKA und datengesteuerte digitale Marketingkampagnen konnten wir uns als führende Marke im Bereich der gesunden Ernährung etablieren. Unsere bowls kamen in den Premium-Einzelhandel, und Partnerschaften mit Gorillas und hochwertigen Supermärkten erweiterten unsere Reichweite.
Rückschläge verkraften, Stärke finden
unser shop-in-shop in edeka hafencity
Der Erfolg brachte seine Herausforderungen mit sich. Einige anfangs vielversprechende Partnerschaften entpuppten sich als kostspielige Lektionen. Wir mussten auf die harte Tour lernen, dass nicht jedes Geschäft mit langfristiger Nachhaltigkeit verbunden ist. Aber in diesen Herausforderungen fand ich Verbündete wie Ahsan, einen engagierten Unternehmer aus Pakistan, der mein stärkster Geschäftspartner und engster Freund wurde. Seine Entschlossenheit und sein operatives Fachwissen halfen, die Hamburger Filiale zu stabilisieren, während ich mich auf das Wachstum konzentrierte.
Doch die Expansion des Einzelhandels brachte ihre eigenen Schwierigkeiten mit sich. Wir eröffneten einen Shop-in-Shop in der EDEKA Hafencity, einem Premium-Supermarkt in einem modernen, gehobenen Viertel für urbane Geschäftsleute in Hamburg. Die Umsätze stiegen sprunghaft an, was die Nachfrage nach unserer Marke beweist. Allerdings waren die Gewinnspannen hauchdünn, und es traten schnell operative Probleme auf. Obwohl es wie eine unglaubliche Wachstumschance aussah, wurde uns klar, dass Rentabilität und Unabhängigkeit Vorrang vor schierer Expansion haben müssen. Diese Erfahrung bestätigte eine wichtige Erkenntnis: Nicht jede vielversprechende Partnerschaft führt zu nachhaltigem Erfolg.
Alleingänge und neue Höhenflüge für Råbowls
Im Jahr 2022 traf ich die kühne Entscheidung, Råbowls ganz allein zu übernehmen. Das war entmutigend, aber auch befreiend. Ich baute den Standort im Rathaus von Grund auf auf und kümmerte mich um alles, vom Branding und Design bis zur Erstellung von Inhalten und Marketing. Die Umsätze stiegen sprunghaft an und bewiesen, dass das Fundament, das ich gelegt hatte, stark war.
Über den Restaurantbetrieb hinaus habe ich mein Fachwissen auf die Digitalisierung ausgeweitet und Arbeitsabläufe durch interne Plattformen und Schulungs-Apps rationalisiert. Ich nutzte meine Fähigkeiten in den Bereichen Content-Erstellung, Fotografie und Filmemachen, um Råbowls nicht nur als Restaurant, sondern als Lifestyle-Marke zu positionieren. Durch leistungsstarke Kampagnen auf Instagram Reels, TikTok und Google Ads konnte ich unser Publikum in eine engagierte Community verwandeln.
Mehr als nur Geschäft: Eine Mission mit Wirkung
Wenn ich zurückblicke, ging es bei meiner Reise mit Råbowls um mehr als nur den Aufbau einer erfolgreichen Marke. Es geht darum zu beweisen, dass Unternehmertum eine Kraft für positive Veränderungen ist. Es geht darum, Grenzen zu verschieben, traditionelle Lebensmittelnormen herauszufordern und andere dazu zu inspirieren, neu zu denken, was möglich ist.
Meine ultimative Vision geht über Råbowls hinaus. Ich sehe das Unternehmertum als ein Mittel, um etwas zu bewirken - sei es bei nachhaltigen Lebensmitteln, digitalen Innovationen oder neuen Unternehmungen wie der Erforschung des ungenutzten Potenzials von Yerba Mate als überlegene Energiealternative. Jeder Schritt auf dieser Reise hat mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass Bequemlichkeit nie vor Wachstum kommen sollte.
An alle, die diese Einstellung teilen - die daran glauben, den Status quo in Frage zu stellen, sinnvolle Veränderungen zu schaffen und Branchen neu zu definieren - lasst uns gemeinsam etwas Außergewöhnliches aufbauen.
In schwierigen Zeiten half uns Ahsan mit seinem Unternehmergeist.
https://www.abendblatt.de/hamburg/hamburg-mitte/article240800522/Junggastronom-eroeffnet-zweiten-veganen-Laden-in-Toplage.html https://www.godaddy.com/resources/de/lokales-business/ra-bowls https://www.youtube.com/watch?v=aSffGQTaKBE https://www.hamburg-tourism.de/shoppen-geniessen/restaurants-cafes/rabowls/ https://www.genussguide-hamburg.com/magazin/stories/rabowls-portrait/ https://www.genussguide-hamburg.com/gastro-tests/restaurants/ra-bowls/ https://www.jaeckstein.de/referenz/r%C3%A5-bowls.html https://oogstgroningen.nl/places/ra/ https://discovergroningen.com/en/location/ra-okologisk-salatbar/ https://www.haspa-insider.de/restaurants-hamburg-gaensemarkt/ https://www.falstaff.com/de/streetfood/raabowls-1 https://www.falstaff.com/de/streetfood/raabowls https://medium.com/@digitalmediatechnology/r%C3%A5bowls-expands-its-sustainable-plant-based-concept-with-new-locations-in-hamburg-germany-b4463da6b215 https://en.everybodywiki.com/R%C3%A5bowls https://ve.wikipedia.org/wiki/R%C3%A5bowls_GmbH https://www.abendblatt.de/hamburg/wirtschaft/article408335937/restaurant-hamburg-poke-bowl-boom-vorbei-warum-viele-laeden-schliessen.html https://www.abendblatt.de/hamburg/wirtschaft/article408276981/ra-hamburg-junggastronom-muss-ueberraschend-insolvenz-anmelden.html https://www.instagram.com/genussguidehamburg/p/DGSnP6wTeRB/um-gesundes-fast-food-gro%C3%9F-zu-machen-hat-till-lagemann-2018-r%C3%A5bowls-gegr%C3%BCndet-un/?hl=bn